Buchrezension: Liza Grimm – Die Götter von Asgard

Ich kenne Liza Grimm oder auch Jennie, je nach dem unter welchem Namen ihr sie auch kennt, schon sehr lange, deswegen habe ich auf den Tag hingefiebert, an dem dieses Buch erscheint. Vor allem, da sie immer wieder über das #ProjektGF
getwittert hat und ich mir schon damals witzige Ideen ausgedacht habe, was das wohl bedeuten könnte. Trotzdem werde ich versuchen so objektiv, wie möglich zu sein.

Allgemeines

Autorin:         Liza Grimm
Verlag:           Knaur TB
Seitenzahl:   302
Preis:              12.99€

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offizieller Klappentext

„Es gibt eine uralte Prophezeiung über den Untergang Asgards.“ Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára, die behauptet, sie vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen. Stattdessen ergreift sie die Flucht vor ihrer neuen Freundin und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft.
Als sich auch noch Loki, der Gott der Listen, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray erkennen, dass die Legenden über Asgards Götter und Riesen sehr real sind – und dass sie Ray auf die Reise ihres Lebens führen wollen. „
 

Das Buch

Liza Grimm zeigt auf 302 Seiten, warum man sich doch für die nordische Mythologie interessieren sollte. Ich war bis jetzt auch nicht so daran interessiert und hatte daher sehr wenig Ahnung. Manches habe ich aus Interesse einfach recherchiert und muss gestehen, die Autorin hat wirklich wirklich sehr gute Recherche geleistet und diese sehr gut in die Geschichte mit eingebunden. Die Mischung aus der modernen Welt und der Götterwelt ist sehr gelungen und ich konnte mir die verschiedenen Spielorte wirklich bildlich vorstellen.  Der Schreibstil ist leicht und flüssig.
Die Hauptprotagonistin Ray würde ich zu Anfang als sehr naiv beschreiben. Trotz ihrer 23 Jahren hat man anfangs das Gefühl, dass sie in einem Zwiespalt zwischen ihrer Familie und ihrer eigenen Leidenschaft ist. Als sie Kára tritt und einfach mit ihr von München nach Berlin fährt, verstärkt sich dieses Gefühl der Naivität. Sie ist an manchen Stellen etwas oberflächlich beschrieben, was mich aber im Laufe der Geschichte nicht mehr gestört hat, da sie eine unglaubliche Wandlung durchmacht und mir zum Schluss echt ans Herz gewachsen ist. Für mich ist sie eine echte Powerfrau, die mit ihrem Ehrgeiz zum Schluss beweist, was alles in ihr stecken kann.
Insgesamt gefallen mir aber die Ausarbeitungen der einzelnen Charaktere gut. Loki hat es mir zu Anfang besonders angetan, weil ich unwissende ihn für einen sehr netten Typ hielt (Naivität!). Liza Grimm schafft es bei diesem Charakter, ihn so charmant und hilfsbereit darstellen zu lassen, dass es einem wie Schuppen von den Augen fällt, wenn man sich vorher nicht mit der nordischen Mythologie beschäftigt hat.  Aber auch Tyr und Thor hatten so ihren Charme, dem ich einfach nicht widerstehen konnte.
Die Geschichte beginnt einladend und ich hatte keine Probleme einen Einstieg zu finden. Gerade da der Anfang in München spielt und ich immer noch dieses wunderschöne Bild der Münchener Uni und dem riesen Brunnen vor Augen habe, konnte ich mir lebhaft vorstellen, wie dort eine verzweifelte Studentin täglich in den Lesungen sitzt, bis sie wieder durch eine Prüfung durchrasselt.
Ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, dass das Buch zu schnell voranschreitet, da es aber auch „nur“ 302 Seiten hat, konnte ich dies wiederum nachvollziehen. Dadurch sind manche Stellen vielleicht ein wenig kurz geraten. Ich hätte gerne noch viel mehr über diese Welt erfahren, über die Protagonistin und ihre Freunde. 200 Seiten mehr hätte ich auch super gerne gelesen!

Götter von Asgard Liza Grimm Jennifer Jäger

Die Aufmachung des Buches

Ich finde das Buch wirklich ansprechend. Gerade durch das blaue Cover ist es mir sofort ins Auge gesprungen und auch die Blumen und das Schwert passen farblich sehr gut zueinander. Die Schrift hebt sich leicht von dem Buch ab, was es für mich rund macht. Übrigens habe ich das Gefühl, dass sie ein wenig glänzt, wenn das Licht darauf fällt, was es für mich noch ein wenig mystischer erscheinen lässt. Auch die Kapitelüberschriften heben sich durch die kleine Schnörkeleien ein wenig ab.

 

 

Ich habe diesem Buch 5 von 5 Sternen bei Goodreads gegeben und das nicht ohne Grund. Ich mochte den Schreibstil unglaublich gerne und auch die Charaktere waren mir sympathisch. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch mehr Seiten hat, damit alles noch mehr hätte ausgeschmückt werden können. Alles in allem hat mich das Buch aber vollkommen überzeugt und mir Lust auf mehr nordische Mythologie gemacht!

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