Der Eurovision Song Contest 2018 – Das waren die Beiträge!

Am 12.05.18 war es mal wieder soweit. Der 63. Eurovision Song Contest hält einen Großteil der Welt in Atem
… außer China. Ihnen wurde die Sendelizenz entzogen, nachdem sie unter anderem Tattoos und Regenbogenflaggen zensiert hatten. Dieses Jahr fand der ESC in Lissabon, Portugal statt.

 

Im Countdown vor der eigentlichen Ausstrahlung unterhält sich Barbara Schöneberger, die wie immer in Hamburg auf der Reeperbahn ist, mit Michael Schulte, der dieses Jahr für Deutschland antritt. Dieser wirkt vor dem Auftritt sehr ruhig und gefasst, obwohl man ihm auch deutlich anmerkt wie angespannt und aufgeregt er ist, meiner Meinung nach. Aber sind wir mal ehrlich, wer wäre das nicht?
Den Anfang machen zwei in Portugal sehr bekannte Sängerinnen mit beneidenswerten Stimmen. Da habe ich einfach mal wieder gemerkt, wie wunderschön diese Sprache ist. Durch den Abend führen uns vier wunderschöne Damen, die ebenfalls dort sehr bekannt sind. Catarina Furtado, Sílvia Alberto und Filomena Cautela sind bekannte und beliebte Fernseh-Moderatorinnen und Daniela Ruah die Schauspielerin der Kenzi in der US-Serie „Navy CIS: L.A.“. Mit witzigen Acts und viel guter Laune führen sie durch den Abend und lockern auch die Stimmung bei den Kandidaten auf.

 

1. Die Ukraine eröffnet den Eurovision Song Contest. Für sie tritt Melovin mit seinem Elektropop-Song „Under the ladder“ .
Darin beschreibt er seine eigene Geschichte, dass es keine Siege ohne Niederlage gebe. Dafür soll sinnbildlich die Leiter stehen, die er zu Anfang des Liedes hinuntersteigt (nachdem er aus einem Sarg steigt) und zum Ende wieder hinaufgeht, um sich an das Klavier zu setzen. Nachdem er dort oben angekommen ist und den Refrain erneut singt, fängt die Treppe an zu brennen.
Ich finde, man merkt ihm die Aufregung sehr an, da seine Stimme zu Anfang sehr angespannt klingt. Dies verfliegt zum Glück im Laufe des Liedes und es zeigt sich, dass er Talent hat. Allerdings hat mich dieses Lied nicht überzeugt, es fällt sofort aus meinem Kopf, als es beendet war. Für mich ist es kein Siegerlied.
Er erreicht Platz 17.

 

2. Für Spanien treten Amaia und Alfred mit dem Lied „Tu Canción“ an.
In ihrem Lied geht es um die erste Liebe und das sieht man auch. Das Licht ist gedämmt und auch im weiteren Verlauf bleibt alles sehr ruhig auf der Bühne. Zu sehen sind nur die beiden Künstler, die auch im echten Leben ein Liebespaar sind. Das merkt man den beiden auch an, wie ich finde. Man sieht die Ehrlichkeit in ihren Blicken, in ihren Berührungen und wie sie das Lied eigentlich nur für sich selbst singen. Die ganze Atmosphäre auf der Bühne fühlt sich irgendwie privat an, manchmal schon ein wenig zu privat. Für mich war das ganze etwas zu kitschig.
Die Stimmen der beiden harmonieren wunderbar! Ich bin total hingerissen von der Harmonie und ein weiterer Pluspunkt ist bei mir definitiv, dass die beiden in ihrer Muttersprache singen, auch wenn ich kein Wort verstehe. Ich mag die Idee, des Grand Prix Eurovision de la Chanson, wie er bis 2001 genannt wurde, dass jeder in seiner Muttersprache singt.
Sie erreichen Platz 23.

 

3. Als nächstes startet Lea Sirk (hey! Sei muss gut sein, schließlich heißt sie Lea 😉) für Slowenien mit ihrem Lied „Hvala, ne!
In ihrem Lied geht es darum, der Musikindustrie zu misstrauen. Auch sie singt in ihrer Muttersprache, was ich wirklich toll finde. Danach habe ich allerdings herausgefunden, dass dies einfach eine Vorgabe des slowenischen Senders RTV ist. Teilweise hatte ich ein echtes ‚Girl-Band‘-Gefühl bei der Performance, da sie mit vier weiteren Tänzerinnen auf der Bühne steht. Außerdem bindet sie das Publikum mit ein, was ich irgendwie noch nie erlebt habe, in dem sie „Sing!“ ins Publikum ruft.
Insgesamt fand ich den Auftritt wirklich gelungen und war am Ende wirklich ein bisschen enttäuscht, dass diese Nummer nur Platz 23 erreicht.

 

4. Für Litauen steht Ieva Zasimauskaitė mit dem Lied „When we’re old“ auf der Bühne.
Das Lied beginnt sehr sehr ruhig, einzig eine Frau in einem rosa Kleid sitzt auf der schwarzen Bühne. Ieva sieht schüchtern aus, ihre Stimme ist leise und genau das macht diese ganze Atmosphäre aus, die einem eine kleine Gänsehaut auf die Haut zaubert. Nach dem ersten Refrain werden Bilder von verschiedenen Paaren eingeblendet, die alle sehr glücklich scheinen. Zum Ende des Liedes schreitet Iena barfuß auf eine kleine Brücke. Einige Male bricht ihre Stimme leicht.
Ein Lied, dass man nicht verstehen muss, um die Gefühle dahinter zu verstehen. Die Zweitplatzierte der litauischen Sendung „The Voice“ brauchte insgesamt fünf Anläufe, bis sie endlich beim diesjährigen Eurovision Songt Contest antreten durfte. Allerdings erzählte sie auch schon als kleines Kind ihren Eltern, dass sie den ESC gewinnen wird, wenn er in Lissabon stattfinden wird. Dies hat sie nicht ganz geschafft, aber immerhin hat sie einen guten 12. Platz gemacht.

 

5. Cesár Sampson sind sein Lied „nobody but you“ für Österreich.
Ein starker Mann fängt an zu singen und das was man hört, möchte man eigentlich nicht glauben. Harte Schale, weicher Kern beschreibt es ganz gut. Sein Lied ist eine Mischung aus R’n’B, 80er-Jahre Pop und einer leichten Gospel-Note. Cesár steht auf einer Erhöhung über der Bühne, die man sowohl hoch- als auch herunterfahren kann.
Er weiß genau, in welche Kamera er in welcher Sekunde schauen muss und auch sonst hat man nicht das Gefühl, als wäre er auch nur eine Sekunde unsicher oder aber nervös. Er bindet das Publikum kurz mit ein, spricht es an, singt dann weiter, als hätte er auch dies lange einstudiert.
Alles in einem fand ich den Auftritt nett, eine schöne Abwechslung, aber halt auch das, was man alltäglich im Radio hört. Ich kann nachvollziehen, dass das Publikum Österreich nicht all zu viele Punkte gegeben hat. Trotz allem wird er Dritter.

 

6. Dann startet Elina Nechayeva für Estland.
Das Lied „La Forza“ ist eine Sammlung der Texte aus verschiedenen italienischen Opern, das für Kraft und Liebe steht. Das besondere an dieser Performance: Es ist eine Crossover aus Popelementen und klassischen Operngesang. Elina singt die höchsten Töne in diesjährigem Contest. Dabei steht sie ganze alleine auf der Bühne, auf der es so gut wie keine Lichteeffekte gibt, außer die, die von ihrem Kleid ausgehen, welches stolze 8 kg schwer ist! Alles in einem muss ich sagen, dass es ein großartiger Auftritt war, etwas, was man lange nicht mehr beim Eurovision Song Contest gesehen hat. Sie belegt einen guten achten Platz.

 

7. Für Norwegen startet ein alter Bekannter: Alexander Rybak!
Sein Lied „That’s how you write a song“ hat wirklich das Zeug für einen bösen Ohrwurm. Dabei kommen zu Anfang verschiedene „Luftinstrumente“ wie z.B. seine Geige zum Zuge, die extra eingeblendet werden. Natürlich darf aber auch seine echte Geige nicht fehlen, die im zweiten Teil des Liedes zum Einsatz kommt. Außerdem hat er ein paar Tänzer mit auf der Bühne.  Das Lied hat einen gewissen Charme und zusammen mit dem Rhythmus wirkt es, als wäre das ganze Lied pure Ironie oder was meint ihr?

Er erreicht mit dem Lied dieses Mal nur Platz 15.

 

8. Bevor eine kleine Interview-Pause stattfindet steht noch der Auftritt von Cláudia Pascoal aus Portugal an.
Das diese Frau den letzten Platz belegt, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ihr Lied „o Jardim“ ist gefühlvoll, nein eher hochemotional und mit einer ruhigen melancholischen Stimme gesungen. Sie wird nur von ein paar Scheinwerfern angeleuchtet, während der Rest der Bühne dunkel bleibt. Das Lied widmet sie ihrer Großmutter, da sie diese auf tragische Weise verloren hat. Ab der Mitte des Liedes steht ihre Komponistin Isaura mit auf der Bühne und singt eine Zweitstimme, die sehr sehr schön mit der Hauptstimme harmoniert. Lediglich der höchste Ton im Lied hört sich für mich nicht zu 100% gerade an.

 

9. The United Kingdom schickt SuRie mit „Storm“ in den Contest.
Dieser Auftritt wird wohl für immer in den Gedächtnissen der Zuschauer bleiben: mitten im Lied rennt ein Flitzer (übrigens ein anderer Brite!) auf die Bühne und entreißt SuRie für ganze 13 Sekunden das Mikrofon, bevor die Security ihn schnappen kann. Doch sie singt weiter, als wäre nie etwas passiert, mit einer starken und souveränen Stimme! Nach ihrem Auftritt darf sie entscheiden, ob sie noch einmal auftreten darf, denn das steht in den offiziellen Regeln. Sie entscheidet sich dagegen, denn die Delegation Großbritanniens sagt, dass sie es nicht besser hätte machen können.
 Für mich ist das Lied trotzdem nicht so herausragend. Es ist halt etwas, was man irgendwie jeden Tag im Radio hört. Das denken wohl auch die Zuschauer, sie erreicht nur Platz 24.

 

10. „Nova deca“ heißt das Lied von Sanja Ilic &Balkania, die für Serbien antreten.
In dem Lied geht es um die neuen Kinder, die die Welt verändern werden und es besteht nur aus vier Versen! Damit ist es das Lied mit dem wenigsten Text. Außer den vier Gesangskünstlern stehen noch ein Mann mit einer Flöte und ein Percussionist auf der Bühne. Wie man an dem Namen schon erahnen kann, wird das Lied in der Muttersprache gesungen.
Der ganze Auftritt wird untermalt von einer schönen Lichtshow und einer dezenten, aber gut ausgearbeiteten Performance!
Die Band erreicht Platz 19.

 

11. Nun sind wir an der Reihe! Für Deutschland steht Michael Schulte mit „You let me walk alone“ auf der Bühne!
Man merkt zu Anfang, dass er aufgeregt ist, finde ich. Die ganze Bühne ist schwarz, nur ein Lichtstrahler ist auf ihn gerichtet. Auch er ist völlig in schwarz gekleidet, wodurch sein roter Wuschelkopf noch mehr hervorsticht. Im Hintergrund werden passend zu den Zeilen Bildeffekte und Bilder von seinem verstorbenen Vater und ihm eingeblendet. Er meistert seinen Auftritt souverän und ich muss gestehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt auf Platz eins gesehen habe, unabhängig davon, dass er nun mal für das Land antritt, in dem ich lebe. Am Ende erreicht er aber einen sehr guten vierten Platz!

 

12. Für Albanien steht Eugent Bushpepa auf der Bühne!
Sein Lied „Mall“ (dt.: Sehnsucht) hat er bei einem längeren Auslandsaufenthalt geschrieben, da er seine Freundin sehr vermisste. Mit ihm steht noch eine Band auf der Bühne. Eugents Stimme ist kraftvoll, aber voller Gefühl, was mich wirklich umgehauen hat. Außerdem hätte ich ihm die hohen Oktaven echt nicht zugetraut. Ansonsten ist die Bühne schlicht gestaltet.
Ich finde den 11. Platz trotzdem durchaus berechtigt, da einige Künstler einfach besser waren.

 

13. Als nächstes sind Madame Miseur mit dem Lied „Merci“ an der Reihe. Sie starten für Frankreich.
Sie stehen ganz in schwarz auf der Bühne, das einzig auffällige an ihrer Kleidung sind die roten Schuhe, ihre roten Nägel und seine rote Gitarre. Das französische Paar, dass nicht nur musikalisch zusammenarbeitet, sondern auch im Privaten verheiratet ist, singt über ein Baby namens Mercy, welches auf einem Flüchtlingsboot mittem im Meer auf die Welt kommt. Ihre Stimmen sind schön und bei mir gibt es immer Pluspunkte, wenn Menschen mit Instrumenten (welche sie auch spielen können) auf der Bühne stehen. Trotzdem schlummert in mir immer noch die Frage, ob dieses Lied nicht sehr politisch aufgefasst werden kann und ob solche Dinge etwas beim ESC zu suchen haben? …
Sie erreichen Platz 13.

 

14. Mit „Lie To Me“ hat die Tschechische Republik einen ordentlichen Ohrwurm ins Rennen geschickt. Mikolas Josef hat einen außergewöhnlichen Stil, rappt zuerst und singt die Refrains. Dabei kommt er total locker rüber, baut Tanzelemente in seine Show mit ein. Außerdem werden verschiedene Videos eingespielt. Seit Outfit erinnert mich an ein kleinen Schuljungen, jedoch geht es in dem Lied um einen jungen Mann, der Schwierigkeiten hat, die richtige Beziehung zu finden. Er erreicht Platz 6.

 

15. Die Dänen haben dieses Jahr etwas besonderes: Rasmussen mit ihrem Lied „Higher Ground„.
Dänemark setzt dieses Jahr auf düstere Wikinger Romantik. Die fünf Männer auf der Bühne haben eine wundervolle Stimmharmonie. Der Song ist von den Geschichten des Wikingers Magnus Erlendsson inspiriert.
Auf der Bühne stehen zwei Schiffe und es herrscht eine düstere, dramatische Stimmung. Außerdem kommen Schneeflocken von der Decke. Alles in allem fand ich, dass es ein schöner Auftritt war und eine nette Ablenkung von den Pop-Songs. Am Ende erreichen Rasmussen Platz 9.

 

16. Für Australien startet Jessica Mauboy mit dem Lied „We Got Love„.
Als ich die ersten Töne höre, erinnert mich das Lied stark an „Euphoria“ von Loreen. Das Lied finde ich nett, aber es nimmt mich nicht mit, der ganze Auftritt nimmt mich überhaupt nicht mit. Ich frage mich auch immer wieder, warum Australien am Eurovision Song Contest teilnehmen darf und ja, ich kenne die Erklärungen dafür.
Der Song landet auf Platz 20.

 

17. Das Saara Alton mit ihrem Lied „Monsters“ nur auf Platz 25. kommt, hätte ich nicht gedacht.
Die Sängerin aus Finnland trägt ein schwarzes, kurzes Kleid und Overknees. Zu Beginn der Performance ist sie an einer Drehscheibe festgeschnallt, die sich einmal komplett dreht und für ein paar Sekunden singt die Künstlerin, während sie auf dem Kopf steht. Vier Tänzer*innen tanzen um sie herum, zwei davon sind die Backroundsängerinnen.
Dabei liegt mein Augenmerk vor allem auf dem Text der Sängerin. Das Lied handelt von einem dunklen Platz, an den sie verbannt wird und sich daraus frei kämpft, um ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

18. Dagegen hat mich Bulgarien mit dem Lied „Bones“ weniger überzeugt.
Die Band Equinox singt über eine Liebe außerhalb der materiellen Welt, jedenfalls ist das eine der vielen Interpretationen des Liedes, denn eigentlich weiß niemand so richtig, was der Text aussagen soll. Die verschiedenen Stimmen fügen sich ganz wunderbar ineinander. Ich denke, dass die Performance im TV besser rüber kommt, als Live, da sie viele Animationen einbauen, die einfach nur über den Fernseher zu sehen sind. Trotzdem finde ich, dass dies einer der schwächeren Auftritte war. Trotzdem erreichen sie Platz 14..

 

19. Und nun schreibe ich wohl über den schlechtesten ESC-Beitrag diesen Jahres. Für Moldau startet DoReDos mit „My Lucky Days„.
Die Show hat mich an einen High School Musical Abklatsch erinnert und das Lied erinnert mich an ein Musical (Ich gestehe: normalerweise liebe ich Musicals!). Alles in einem kann ich irgendwie nichts positives über diesen Auftritt sagen und ich kann nicht verstehen, warum das Trio den zehnten Platz gemacht hat.

 

 

20. Für Schweden tritt Benjamin Ingrosso mit „Dance you off“ auf.
Hallo Justin Bieber oder doch lieber Justin Timberlake? Eine Mischung von beiden erklärt ziemlich genau, was da auf der Bühne vor sich geht. Die Tanzshow ist perfekt einstudiert, die Stimme ist hoch. Es handelt sich hier um einen klassischen Radio-Popsong, den man jeden Tag irgendwie zwanzig Mal hört. Nichts, was irgendwie besonders hervorsticht. Trotz allem erreicht er Platz 7.

 

21. ‚Endlich etwas anderes‘ denke ich mir, als die ungarische Metalband AWS auf die Bühne kommt.
In ihrem Lied „Viszlát nyár“ geht es um den Tod, der immer noch ein Tabuthema der europäischen Kultur ist, wie die Band findet. Das Lied ist sehr persönlich, da es um den Tod vom Vater des Frontmann handelt.
Die Bühnenshow ist sehr passend mit Pyrotechnik. Ein Lied, was ich mir durchaus öfter anhören würde. Leider erreichen sie nur Platz 21.

 

22. Nun kommen wir zum Gewinner des diesjährigen Eurovision Song Contest: Netta mit „Toy„.
Die Israelin ist bunt, laut, frech, sie gurrt, sie tschirrpt, gackert und gurrt. Dieser Song ist ausgefallen und hat eine wichtige Message: Es soll die Rechte der Frauen stärken und richtet sich gegen Männer, die dem weiblichen Geschlecht respektlos gegenübertreten. Das Lied ist vor allem durch die „Me-Too“-Debatte inspiriert.

 

23. Die Niederlande wirft Waylon mit „Outlaw in ‚em“ in den Contest.
Der Rock-Countrysong ist sehr stimmig in der Stimme und der Rhythmik. Auch die Outfits und die dezente Lichtershow machen den Auftritt sehr rund. Das einzige was ich wirklich komisch finde, sind die halbnackten Quotentänzer am Ende. Warum? Er erreicht leider nur den 18. Platz.
Waylon kennen wir übrigens schon vom ESC 2014, damals allerdings mit „The Common Linnets“.

 

24. Mit ruhigen Tönen startet Ryan O’Shaughnessy seinen Song „Together„. Der Ire hat auf mich eine total beruhigende Wirkung. Die Bedeutung des Liedes ist allerdings alles andere als beruhigend. Ryan singt über das Liebesdrama eines Freundes. Unterstützt wird er durch seine Gitarre und einer Pianistin, die gleichzeitig die Backroundsängerin ist. Die Performance wird ergänzt durch zwei Tänzer, die über das Parkett schweben. Am Ende erreicht er Platz 16.

 

25. Hallo Beyoncé! Achne, wartet mal. Das ist sie ja gar nicht, sondern Eleni Foureia mit ihrem Lied „Fuego„. Die feurige Lady aus Zypern schafft es mit diesem Lied tatsächlich auf Platz 2, obwohl man sich genauso gut eine Liveshow von Jennifer Lopez oder wie gesagt Beyoncé hätte anschauen können. Der Rhythmus des Liedes gefällt mir und an sich, finde ich auch alles ziemlich gut was sie macht, aber ich mag Menschen und Künstler, die irgendwie einzigartig sind und das ist sie leider nicht. Meine Stimme hätte sie nicht gehabt.

 

26. Den Schluss des musikalischen Abends bildet Italien mit den zwei Künstlern Ermal Meta und Fabrizio Moro.
Mit ihrem Lied „Non mi avete fatto niente“ (dt.: Ihr habt mir nichts antun können) singen sie zu einem höchst gesellschaftlichem Thema: Der Terror in Europa. Mit klaren und starken Stimmen singen sie in ihrer Muttersprache und während sie über Kairo und London erzählen, springen immer wieder verschiedene Textzeilen in den verschiedenen Landessprachen. Sie erreichen mit diesem Lied Platz 5. Alles in allem mag ich den Song, allerdings stelle ich mir wie auch bei den Franzosen die Frage: Wie politisch darf ein ESC-Beitrag sein?

 

Ich hoffe, ihr seid immer noch dabei, ich habe wirklich versuch, mich kurz zu halten.
Welches war euer Lieblingsbeitrag? Habt ihr den Eurovision-Song-Contest überhaupt geschaut oder seid ihr eher Anti-ESC?

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