Laura Kneidl – Berühre mich. Nicht.

„Ich habe keine Angst. Die Angst ist nicht real.“
 
Berühre mich. Nicht. ist das erste Buch von Laura Kneidl, welches ich gelesen habe. Ich mag das Genre New Adult, obwohl die meisten Geschichten sich sehr gleichen und man manchmal das Gefühl bekommt, hat man eins gelesen, kennt man alle. Dieses Buch wurde mir von ein paar Freunden sehr ans Herz gelegt und auch die sozialen Netzwerke zeigten mir immer wieder dieses Buchcover an. Schlussendlich habe ich mir das Buch in Mannheim gekauft.

 

Allgemeines

Autorin:         Laura Kneidl
Verlag:           LYX
Seitenzahl:     459
Preis:             12.90€

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Offizieller Klappentext

Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte.
Doch dann traf sie ihn.
Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles,  wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen …

 

Das Buch

Laura Kneidls Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig, humorvoll und fesselnd. Trotzdem hat es mich bis zur Hälfte des Buches nicht wirklich umgehauen, aber dazu später mehr. Die Protagonistin Sage (Ich liebe diesen Namen!) ist sehr gut ausgeschrieben und war mir von Anfang an total sympathisch. Trotz ihrer schrecklichen Vergangenheit, kämpft sie darum, zu leben und nicht nur um zu überleben. Die Flashbacks, die im Buch eindrucksvoll beschrieben werden, sind detailliert und geben Aufschluss, warum sie so handelt, wie sie nun mal handelt. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass sie an unpassenden Stellen eingebaut wurden oder die Story an sich zu sehr unterbrechen würden.
Auch der Charakter von Luca wird sehr gut beschrieben. Beim ersten Zusammentreffen von Luca und Sage wird einem so richtig der Bad-Boy-Charme von ihm bewusst und das fand ich wirklich gut. Auch dass man Luca immer nur so halb in die Karten schauen kann, macht den ganzen Charme des Buches aus.
Am liebsten mochte ich allerdings April. Ich kann gar nicht genau sagen warum. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich nicht abwendet, als sie herausfindet, dass Sage in ihrem Transporter lebt und ihr stattdessen einfach jeden morgen Frühstück bringt und ihr irgendwie die Stärke gibt, über den Campus zu laufen, ohne dabei eine Panikattacke zu erleiden. Ich glaube, April ist so die perfekte beste Freundin, die man sich wünscht und das hat sie für mich einfach so sympathisch gemacht.
Wie ich oben schon erwähnt habe, hat mich das Buch zu Anfang nicht gefesselt, obwohl ich auch nachvollziehen kann, wieso die Autorin das Buch so geschrieben hat. Die Geschichte geht langsam voran, was gerade wegen Angststörung von Sage eigentlich etwas gutes sein sollte. Trotzdem fand ich es eher schleppend und schwierig. Für mich war das Buch lange Zeit eher ein Zeitvertreib, was ich Abends dann mal für 10 Minuten in die Hand genommen habe. Die zweite Hälfte habe ich dann allerdings verschlungen, weil es dort richtig los ging mit allem und man wirklich eine Entwicklung an allen Charakteren bemerkt. Allerdings kann man sich wohl denken, dass das Buch kein schönes Ende nimmt, da es immerhin noch einen zweiten Teil gibt und selten hat mich das Ende eines Buches so sehr zerstört, wie dieses.

 

Die Aufmachung des Buches 

Ich finde das Cover wunderschön! Es hat mich direkt angesprochen und ich konnte meine Hände einfach nicht mehr davon lösen. Gerade diese Mischung aus den rosa Rosen und den weißen Linien macht es für mich echt eindrucksvoll, da es wirklich sehr gut farblich aufeinander abgestimmt ist (gerade mit der schwarzen und der rosa Schrift). Die Schriftart ist mal etwas anderes und wenn man das Buch so sieht, hebt sie sich zwischen den anderen hervor, finde ich. Ich finde sie wirklich gelungen und sehr passend zu dem Buch. Außerdem habt sich die Schrift ein wenig von dem Cover ab.

 

Fazit

Ich habe diesem Buch 4 von 5 Sternen auf Goodreads gegeben, obwohl ich wirklich versucht war, diesem Buch nur 3,5 Sterne zu geben. Das Ende ist großartig und ich war echt begeistert von dem Schreibstil und auch den verschiedenen Charakteren, aber trotzdem hat dieses Buch wieder einmal sehr viele Klischees erfüllt, was in diesem Genre ja sehr häufig vorkommt. Außerdem hat mich der Anfang echt nicht mitgerissen.
Ich habe mich schlussendlich doch für 4 Sterne entschieden, weil man bei Goodreads nur „volle“ Sterne vergeben kann und ich der Meinung bin, dass 3 Sterne diesem Buch einfach nicht gerecht werden würden.
Hier könnt ihr übrigens meine Goodreads-Bewertung lesen.

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