Von der Nachteule zur Lerche – ein Selbstversuch!

Wenn bei mir morgens um sechs Uhr der Wecker klingelt, mache ich ihn aus und drehe mich wieder um. Zum Leidwesen aller, denn wenn ich das nächste Mal aufwache, habe ich fast verschlafen, kann nicht in Ruhe mein Kaffee trinken und bin dementsprechend einfach müde und schlecht drauf. Gegen sieben Uhr bin ich dagegen schon ein wenig wacher, aber es dauert trotzdem noch, bis ich ansprechbar bin. Umso später es wird, desto besser geht es mir. Ich bin nicht mehr so müde, komme besser in den Tag und bin viel produktiver. Das lässt sich natürlich nicht mit meinen Arbeitszeiten vereinbaren, weswegen ich mich mit einem Kaffee wach bekomme, viel frühstücke und versuche, nicht einzuschlafen. Und ich habe es wirklich versucht, habe mir meine Wecker auf fünf Uhr gestellt. Nein, nicht nur einen, sondern ungefähr fünf! Aber ich habe alle ausgemacht, mich über mich selbst geärgert und den Wecker zwei Stunden weitergestellt. Ich bin einfach nicht der Mensch, der um diese Uhrzeit aufstehen kann. Ich weiß auch, dass die ganzen erfolgreichen Menschen immer um diese Uhrzeit aufstehen.
Also versuche ich es jetzt offiziell noch einmal. Ich werde einen Selbsttest starten und versuchen, mich zu einem Frühaufsteher zu zaubern.

 

Warum?

Ich habe gemerkt, dass ich viel konzentrierter und aktiver auf der Arbeit bin, wenn ich morgens vor der Arbeit schon irgendwas produktives geschafft habe. Ich habe bessere Laune, ich bin kreativer und aktiver. Nach der Arbeit bin ich hingegen einfach nur müde, geschlaucht und mag eigentlich nur noch auf die Couch, schöne Serien schauen und etwas leckeres Essen. Dabei gibt es doch so viel zu tun! Ich führe einen eigenen Haushalt, der gerne mal auf der Strecke bleibt, wie z.B. der Abwasch, die Wäsche oder auch einfach nur, einmal durchzusaugen. Außerdem bin ich abends meistens zu müde, um Sport zu treiben oder aber einfach nur Spazieren zu gehen. Dabei würde ich all die Dinge gerne machen, aber nach der Arbeit brauche ich meine Ruhe, möchte einfach Stille und keine Menschen um mich herum. Ich denke, wenn ich morgens wirklich früh aufstehen würde, könnte ich diese Dinge vorher machen.
Ich werde manchmal gefragt, warum ich das alles machen möchte. Warum ich nicht erst um acht Uhr aufstehe, weil ich doch um neun Uhr erst anfange zu arbeiten. Naja, ich mag es, den Tag entspannt zu beginnen, einen Kaffee zu trinken, ausgiebig zu frühstücken. Das kann ich nicht, wenn ich erst kurz vor Arbeitsbeginn aufstehe. Dann wird alles zu einer Hetzerei und ich bin, wie ich oben schon geschrieben habe, einfach unausstehbar (fragt meine Kollegen!).
Also: Eine neue Morgenroutine muss her, damit ich das beste aus mir herausholen kann.

 

Der Plan

Okay. Jeder der mich kennt und das hier jetzt liest, wird mich auslachen.
1. Ich möchte morgens um sechs Uhr aufstehen, was impliziert, dass ich abends um 22 Uhr schlafen gehe.
2. Als erstes trinke ich ein Glas Wasser, um dem Körper nach 8 Stunden Schlaf wieder Wasser zuzuführen.
3. Yoga, Meditation oder worauf ich Lust habe, um meinen Körper zu wecken und ihm ein wenig Bewegung zu gönnen, oder auch meinen Geist von negativen Gedanken zu befreien.
4. Duschen, wenn ich Sport gemacht habe, bzw. einfach duschen muss. Ich wasche meine Haare z.B. nicht jeden Tag, weil meine Kopfhaut sonst zu trocken ist.
5. Frühstück. Die wichtigste Mahlzeit des Tages oder auch: Erlebe mich niemals ohne. Kaffee und etwas leckeres.
6. Vorbereitung. Das umfasst tatsächlich relativ viel. Zum einen natürlich Vorbereitung für die Arbeit, aber auch die Vorbereitung von Blogbeiträgen soll zu meiner täglichen Routine gehören!

 

Das Projekt startet morgen, also am Freitag. Jede Woche gibt es einen Rückblick, immer am Donnerstag. Ich bin sehr gespannt, was mich erwarten wird und ich frage mich, ob ich es wirklich durchhalten werde oder meine Nachteule wieder durchgreifen wird. Für das ganze Projekt habe ich nun erstmal vier Wochen angesetzt. In vier Wochen gibt es dann hier ein Fazit für die einzelnen Wochen und insgesamt. Drückt mir die Daumen!

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